Seminare


Seminarreihe „Verbunden mit dem Leben – Verbundenheit erleben“

Weitere Seminare in der Reihe sind in Planung.
Bei Interesse, darüber informiert zu werden, melden Sie sich gerne: seminare@himmelheber-stiftung.de.


Die Leere und die Liebe.

Nonduale Natur- und Selbsterfahrung

Seminar mit Andreas Weber, 27-30. März 2025

Es gibt noch ein paar freie Plätze

Wer sind wir? Und was ist die Wirklichkeit?

Anders als es in unserer Kultur den Anschein hat, sind diese Fragen heute weitgehend unbeantwortet. Dabei haben wir die Mittel für die Suche nach einer Antwort stets dabei: Unsere eigene, lebende Erfahrung, unser Seinswissen, das innere Erleben des “Ich bin”. Dieses “Ich bin” ist dabei nicht nur auf die individuelle Perspektive beschränkt, es umfasst im Gegenteil den Kreis unserer lebendigen Beziehungen. Der Tiefenökologe Arne Naess hat diese erweiterte Seinserfahrung unser “ökologisches Selbst” genannt. Das ökologische Selbst ist intensives Erleben: Das Erleben, in der Ganzheit des Lebendigen und zugleich als Kern der Lebendigkeit zu existieren. Das ökologische Selbst ist ein Selbst-Erleben, das leer von Ich ist, sich aber in anderem Leben beglückt wieder findet; es ist ein Selbst-Erfahren, das jedem Konzept vorausgeht und sich rational nicht einholen lässt, das aber mit einem inneren Zustand gefüllt ist, den wir alle kennen: Mit der Liebe, ohne Subjekt und ohne Objekt.


In dreieinhalb Tagen intensiver Praxis – Spüren, Wahrnehmen und Sein mit der mehr-als-menschlichen Welt – lädt der Biophilosoph, Meeresbiologe und Schriftsteller Andreas Weber die Teilnehmenden dazu ein, ihr ökologisches Selbst zu erkunden und zu erfahren. Auf dieser tiefen Erfahrungsebene, jenseits der Ego-zentrierten Perspektive, können wir eintauchen in eine Welt der gegenseitigen Zugehörigkeit und Verbundenheit. Hier wird die Erfahrung möglich, vollständig zu sein – nicht getrennt, sondern eingebettet in die lebendige Gesamtheit des Kosmos.


Andreas Weber verbindet auf einzigartige Weise Wissenschaft, Mystik und Naturphilosophie. Mit Hilfe vielfältiger Erlebnisräume, experimenteller Ansätze und gemeinsamer Reflexionen, die auf soliden wissenschaftlichen Grundlagen aus Biologie und Philosophie basieren, lädt er dazu ein, die Wirklichkeit als eine praktische „Ökologie der Liebe“ neu zu begreifen. Dabei können wir unser eigenes Selbst als aktiven Teil eines Leben spendenden Kosmos erfahren.


Zeiten: Donnerstag, 27. März 2025, 18:00h mit dem Abendessen bis Sonntag 30. März, 13:00h mit dem Mittagessen
 

Ort: Gemeinschaft Lebenslernort Am Windberg, Thüringen


Beitrag: 350€. Gutverdiener/Gutsituierte: 370-520€. Geringverdiener: 200-330€. – Nach Selbsteinschätzung!
Rabatt von 30€ bei Buchung bis 6 Wochen vorher, 20€ bis 3 Wochen vorher möglich. Falls es am Geld scheitern sollte, nimm bitte Kontakt mit uns auf.

Das Seminar ist nicht profitorientiert. Der Beitrag deckt bei voller Buchung nur das Honorar der Referent*innen und die Kosten des Seminarhauses ab. Organisation und evtl. Verluste werden von der Stiftung getragen.


Anmeldung: seminare@himmelheber-stiftung.de. Maximal 23 Teilnehmende.
 

Stipendien: Es werden bis zu zwei Stipendien für die Dokumentation des Seminares durch Text und/oder Fotos/Bilder vergeben. Die Dokumentation soll bis einem Monat nach dem Seminar fertiggestellt sein. Sie wird den Teilnehmenden zur Verfügung gestellt und je nach Umfang online gestellt und ggf. gedruckt. Die Stipendien bestehen aus einem Betrag von 200€ sowie der Erstattung der Seminargebühr. Unterkunft und Verpflegung sind im Stipendium nicht enthalten. Der Wert entspricht somit 550€.
Hierfür schreibe bitte eine Kurzbewerbung.


Unterkunft: Bitte buche das Zimmer erst nach bestätigter Anmeldung direkt beim Seminarhaus unter diesem Link. Die Kosten für Unterkunft und Verpflegung liegen im Bereich von 147 bis 267€, im Mehrbettzimmer bei 207€.


Anreise: https://windlicht.amwindberg.de/anfahrt


Teilnahmebedingungen, Rücktritt, etc. in den  AGB.


Bild: Lotte Roessler

Dr. phil. Andreas Weber – Kurzvita

Andreas Weber ist Biologe, Philosoph und Schriftsteller. Sein Werk dreht sich um die Neubewertung unseres Verständnisses des Lebendigen. Er schlägt vor, alle Organismen als Subjekte zu betrachten - und zu behandeln - und damit die Biosphäre als sinnstiftende und poetische Realität zu erfassen.


Andreas Weber unterrichtet an der Universität der Künste Berlin und ist Gastprofessor an der UNISG, Pollenzo, Italien. Er schreibt für große deutsche Zeitungen und Zeitschriften und hat mehr als ein Dutzend Bücher veröffentlicht, zuletzt:
Enlivenment. A Poetics for the Anthropocene, MIT Press, 2019.
Sharing Life. The Ecopolitics of Reciprocity, Böll-Stiftung, 2020.
Essbar Sein. Versuch einer biologischen Mystik, 2023.


Seine Webseite: https://biologyofwonder.org/



Der Erde eine Stimme geben

Aus der Verzweiflung in die Ermutigung: Tiefenökologische Wege aus der Krise

Seminar mit Geseko v Lüpke und Gabriele Kaupp, 20-23. November 2025

Die Klimakrise und der extreme Verlust an Biodiversität machen deutlich, dass die Beziehung zwischen Mensch und Natur aus der Balance geraten ist. Wir brauchen ein zukunftsfähiges Welt- und Menschenbild und neue Werte der Verbundenheit, des Mitgefühls und der Solidarität mit der lebendigen Erde. Wir sind ein lebendiger Teil dieser Erde. Die Zerstörung der Grundlagen und des Netzwerks des Lebendigen wirken in unserem Inneren und gehen nicht spurlos an uns vorbei.


Es ist an der Zeit, die damit einhergehenden Gefühle wahrzunehmen, lebendig auszudrücken und damit unser Handeln zu inspirieren. Wir sind die Erde, die fühlt, die liebt, die weint – und können ihr stellvertretend unsere Stimme geben. Diese größere Identität ermöglicht es uns, Schmerz auszudrücken, uns wieder rückzuverbinden, in aktiver Hoffnung mutig zu handeln und mit wachem Bewusstsein am Prozess des kulturellen Wandels teilzuhaben.


In diesem Seminar erfahren wir uns als Teil des Lebensnetzes, erlauben den Kontakt mit unseren Gefühlen, Ängsten, Hoffnungen und Visionen. Wir entwickeln und durchfühlen ein Weltbild der Verbundenheit und planen aktiv die nächsten Schritte der Transformation unserer Selbst und der Welt.


Die Tiefenökologie nach Joanna Macy bietet ein breites Spektrum an Zugängen, das aus altem indigenem Wissen, buddhistischer Weisheitslehre, Ritualen der Naturverbindung, Gefühlsarbeit, System- und Chaostheorie schöpft und den Weg vom Kopf durchs Herz in die Hände aufzeigt. Wir gehen zusammen durch eine Spirale aus Ritualen, Übungen, Teachings und Natur-Erfahrungen, die mit der Dankbarkeit für das uns tragende Lebensnetz beginnt. Sie führt uns zur Anerkennung von Emotionen wie Angst und Verzweiflung, die unser Mitgefühl und Liebe für die Welt in sich tragen. Diese verdrängten Emotionen öffnen unsere tiefe Kraft, den notwendigen kulturellen Wandel mitzugestalten. Wir erarbeiten gemeinsam einen ökologisch-wissenschaftlichen Wandel unseres Weltbildes, das radikale Einsichten ermöglicht und neue Wege entstehen lässt. Aus der Synthese von spirituellen Einsichten, emotionalen Erfahrungen und kognitivem Verstehen entstehen am Ende neue Strategien und praktische Projekte.


Denn hoffnungsvolles Handeln kann nun aus Verbundenheit und Freude am Miteinander entstehen und Halt, Kraft und Sicherheit in Zeiten von Chaos und Nichtwissen geben.


Zeiten: Donnerstag, 20. November 2025, um 18:30h mit dem Abendessen bis Sonntag, 23. November mit dem Mittagessen; Check-in ab 17:30h.
 

Ort: Gemeinschaft Schloss Tempelhof bei Crailsheim/BW


Beitrag: 380€. Gutverdiener/Gutsituierte: 400-700€. Geringverdiener: 200-360€. – Nach Selbsteinschätzung!
Rabatt von 60€ bei Buchung bis 4 Monate, 30€ bis 2 Monate vorher möglich. Falls es am Geld scheitern sollte, nimm bitte Kontakt mit uns auf.

Das Seminar ist nicht profitorientiert. Der Beitrag deckt bei voller Buchung nur das Honorar der Referent*innen und die Kosten des Seminarhauses ab. Organisation und evtl. Verluste werden von der Stiftung getragen.


Anmeldung: seminare@himmelheber-stiftung.de. Maximal 26 Teilnehmende.
 

Stipendien: Es werden bis zu zwei Stipendien für die Dokumentation des Seminares durch Text und/oder Fotos/Bilder vergeben. Die Dokumentation soll bis einem Monat nach dem Seminar fertiggestellt sein. Sie wird den Teilnehmenden zur Verfügung gestellt und je nach Umfang online gestellt und ggf. gedruckt. Die Stipendien bestehen aus einem Betrag von 250€ sowie der Erstattung der Seminargebühr. Unterkunft und Verpflegung sind im Stipendium nicht enthalten. Der Wert entspricht somit 630€. Hierfür schreibe bitte eine Kurzbewerbung.


Unterkunft: Bitte buche das Zimmer erst nach bestätigter Anmeldung direkt beim Seminarhaus über diesen Link. Die Kosten für Unterkunft und Verpflegung liegen im Bereich von 152 bis 323€, im Mehrbettzimmer bei 233€.


Anreise: Beschreibung hier.


Teilnahmebedingungen, Rücktritt, etc. in den  AGB.


Bild: NASA/Bill Anders, 1968

Dr. (pol.) Geseko v. Lüpke – Kurzvita


(Jg. 1958) Geseko v. Lüpke ist Begleiter von individuellen Übergängen und Chronist des kollektiven gesellschaftlichen Wandels. Als Politikwissenschaftler, Ethnologe und Journalist forscht und berichtet er in Zeitschriften und Hörfunk von weltweiten Spuren zukunftsfähigen Denken und Handelns in Politik und Kultur, interkultureller Spiritualität und traditioneller Weisheit, regenerativen Zukunfts-Projekten und holistischer Wissenschaft. Seine Bücher beschreiben Rituale der Naturverbundenheit (Visionssuche), die Suche nach Inseln der Zukunft (Alternativer Nobelpreis), die Schätze traditioneller Weisheit (Schamanismus), und das Wandlungs-Potential der gegenwärtigen Krisen. Zurzeit schreibt er ein Buch über den Ansatz der ‚Wirtschaft der Liebe‘ im ägyptischen Zukunftsprojekt ‚Sekem‘.



Seit über 25 Jahren begleitet er gemeinsam mit seiner Kollegin Gabriele Kaupp 12-tägige Übergangsrituale (Visionssuchen) in der wilden Natur Sloweniens und Deutschlands und gibt die tiefenökologische ‚Work that reconnects‘ seiner wichtigsten Lehrerin, der heute 94jährigen Ökophilosophin Joanna Macy weiter. Geseko ist Vater von drei wunderbaren erwachsenen Kindern und lebt in Kempten (Allgäu).


Gabriele Kaupp – Kurzvita


(Jg. 1959) ist Sozial- und Naturpädagogin sowie Psychodramaleiterin (Moreno), zusätzlich lernte sie ‚Prozessorientierte Körperarbeit‘ (Plesse/ St.Clair). Lange Jahre beteiligte sie sich am Aufbau des ‚Sozialpsychiatrischen Netzwerk Bodensee Pauline 13 e.V.‘. Gabriele lebte längere Zeit im Ökodorf Sieben Linden, war Gründungsmitglied der Gemeinschaft Schloss Tempelhof, wo sie 10 Jahre lebte und gestaltete. Sie versteht sich als Netzwerkerin und Brückenbauerin und begleitet Menschen und Gemeinschaften in Wandlungs- und Wachstumsprozessen im Rahmen von Einzelarbeit, Gemeinschaftsbildung nach Scott Peck, Visionssuche und Tiefenökologie. Sie ist Mutter und Großmutter von zwei erwachsenen Kindern und drei Enkeln, und lebt derzeit am Bodensee.


Vergangenes Seminar

Die Dokumentationen  des Seminares zum Herunterladen: von Andrea Kaiser und Sarah Simon.

Die Dokumentation als Buch kann nach Fertigstellung auf Anfrage gegen eine Schutzgebühr erworben werden.

Einander Resonanzraum sein

Seminar mit Heike Pourian, 11-13. Oktober 2024

In Zeiten umfassender Krisen braucht es viel inneren Raum. Dass wir bei Überforderung dazu neigen, eng, dogmatisch und intolerant zu werden, können wir an der Frontenbildung im Politischen wie im Privaten gerade gut erleben. Wir sind dann nicht mehr in der Lage, einen anderen Blick auf die Welt als den eigenen anzuerkennen.

Raum ist eine geistige Größe: Sich weit machen, sich öffnen, um all das Widersprüchliche und Herausfordernde ebenso beinhalten zu können wie das Schöne, Angenehme. Die geistige Dimension von Raum geht weit über unser individuelles Dasein hinaus.

Und Raum ist zugleich auch etwas ganz Konkretes, Körperliches. Unser Körper ist Raum. Diesem ganz realen Volumen können wir uns zuwenden. Das hilft uns, einander in Zeiten der Enge Raum zur Verfügung zu stellen: zur Co-Regulation und damit wir einander abbilden können.


Was bedeutet das?

Von allen Erkenntnissen der Hirn- und Traumaforschung, berührt mich diese am meisten: Trauma entsteht nicht allein dadurch, dass mir etwas Überwältigendes widerfährt. Wesentlich ist, dass ich damit allein bin, also kein Gegenüber habe, das mich in meiner Not, meinem Schmerz, meiner Überforderung wahrnehmen und halten kann.

Es könnte also von großer gesellschaftlicher Bedeutung sein, dass wir üben, einander abzubilden. Wie kann ich dir inneren Raum zur Verfügung stellen, wenn es bei dir gerade richtig eng wird?

Und wie kann das geschehen, ohne dass ich mich selbst dabei verlasse in der Absicht, dich zu retten?

Um dir Resonanzraum sein zu können, ist es ja unabdingbar, dass ich selbst bei mir zu Hause bin. 

Es geht also darum, dass ich bewusst mein Gefäß pflege, bevor ich es dir zur Verfügung stelle, damit dein Klang hörbar werde. Ich mache mich empfänglich.


Darum geht es in diesem Seminar – in einer Mischung aus Stille, somatischer Arbeit (angelehnt an erfahrbare Anatomie, Authentic Movement und Contact Improvisation) und einander zuhören und abbilden (inspiriert vom „Loop of Understanding“ oder „Loop of Common Sense“ nach Daniel auf der Mauer).


Falls dir die körperliche Herangehensweise fremd ist: Keine Sorge, es sind keinerlei Vorkenntnisse erforderlich, wir nähern uns allmählich und deine Grenzen werden gehört.

Und: Die Erfahrung zeigt, dass einiges zum Vorschein kommen kann, wenn auf einmal genug Raum zur Verfügung steht – als hätte es nur darauf gewartet, endlich sichtbar zu werden. Nimm dir am besten im Anschluss noch einen Tag zum Integrieren.

Wer tiefer eintauchen möchte, findet in meinen Buch „Wenn wir wieder wahrnehmen“ insbesondere im Kapitel „Wahrnehmen“ einiges zum Thema „Resonanzraum sein“.


Freitag 11. bis Sonntag 13. Oktober 2024
in der Gemeinschaft Schloss Tempelhof bei Crailsheim/BW


Bild: Mein eigener Resonanzkörper von Sibylle Reichel www.sibylle-reichel.de


Das Seminar hat stattgefunden und war ausgebucht.

Heike Pourian – Kurzvita

Heike Pourian (Jg. ' 67):
Ich verstehe mich als Wandelforscherin. Die Grundlage meiner Arbeit bildet seit 1988 die Contact Improvisation. Sie ist meine tänzerische Heimat und zugleich Inspiration und Experimentierfeld für transformatorische Prozesse. Ich begleite Menschen darin, sich als Einzelne und kollektiv bewusst spürend an der Schwelle wahrzunehmen, die der momentane Paradigmenwechsel markiert.

Traumainformiertes und nervensystemgerechtes Kommunizieren bereitet dabei den Boden für achtsames Forschen.


2016 erschien mein Buch Eine berührbare Welt. Contact Improvisation als gesellschaftsbewegende Kultur, 2021 folgte Wenn wir wieder wahrnehmen. Wach und spürend den Krisen unserer Zeit begegnen.

Meine meiste Kraft fließt seit 2023 in die „Wegwarte“: Wir schaffen in Witzenhausen einen Lern- und Forschungsraum für wahrnehmendes politisches Gestalten, einen Ausbildungsort für Menschen, die ihren Platz im sozial-ökologischen Wandel finden und aktiv einnehmen wollen.

Und dann bin ich auch noch Mutter von zwei wundervollen erwachsenen Kindern.


www.beruehrbarewelt.de

www.wahrnehmen.org

www.wegwarte.haus


Vergangenes Seminar

Hier sind die Dokumentationen des Seminares zum Herunterladen.

Die Dokumentation als Buch (Hardcover) kann auf Anfrage gegen eine Schutzgebühr (15€) erworben werden.

Ökologie der Liebe –
Lebendigkeit verstehen, erfahren und verschenken

Seminar mit Andreas Weber

Ökosysteme sind Liebesgeschichten. Ein Lebewesen zu sein bedeutet, in Beziehung zu stehen, emotional beteiligt zu sein, zu fühlen, sich zu freuen und zu verzweifeln. Zu Leben heißt Leidenschaft und existentielle Bedeutung vom ersten Atemzug an zu erfahren, beginnend mit jeder einzelnen Zelle. Natur inspiriert Liebe – weil Ökosysteme Liebesprozesse sind, lehren sie uns, wie wir in heilsamen Beziehungen leben können. Unsere tiefsten Formen der Beziehung und des Fühlens, des Austauschs und des Berührtwerdens sind ökologische Formen des sich schenkenden Lebens. Wenn wir die Ökologie als die lebendige Liebesgeschichte entdecken, die sie wirklich ist, können wir gewalttätige Gewohnheiten, die uns unsere Zivilisation beigebracht hat, ablegen und wieder zu Wesen werden, die es genießen, Leben zu schenken.

In zweieinhalb Tagen des Fühlens, Denkens und Übens wird der Biophilosoph, Schriftsteller und Meeresbiologe Dr. Andreas Weber die Teilnehmer tief in eine Welt der gegenseitigen Zugehörigkeit und Verbundenheit eintauchen lassen. Wir werden Mythen der Trennung auflösen und die Schönheit der eigenen Lebenserfahrung wieder in das Netzwerk der ökologischen Weisheit einweben.


Andreas Weber lädt in vielfältigen Erlebnisräumen, Experimenten und Gesprächen, die auf

einem soliden wissenschaftlichen Hintergrund in Biologie und Philosophie gründen, dazu ein, Wissenschaft, Mystik und Naturphilosophie zu integrieren, um schließlich die Wirklichkeit als eine „Ökologie der Liebe“ neu wahrzunehmen und zu erleben: Eine Ökologie, die Lebendigkeit als praktisches und als geistiges Prinzip eines schenkenden Kosmos versteht.

Freitag, 26. April 2024 bis Sonntag 28. April
in der
Gemeinschaft Sulzbrunn im Allgäu

Das Seminar hat stattgefunden und war ausgebucht.

Dr. phil. Andreas Weber – Kurzvita

Andreas Weber ist Biologe, Philosoph und Schriftsteller. Sein Werk dreht sich um die Neubewertung unseres Verständnisses des Lebendigen. Er schlägt vor, alle Organismen als Subjekte zu betrachten - und zu behandeln - und damit die Biosphäre als sinnstiftende und poetische Realität zu erfassen.


Andreas Weber unterrichtet an der Universität der Künste Berlin und ist Gastprofessor an der UNISG, Pollenzo, Italien. Er schreibt für große deutsche Zeitungen und Zeitschriften und hat mehr als ein Dutzend Bücher veröffentlicht, zuletzt:
Enlivenment. A Poetics for the Anthropocene, MIT Press, 2019.
Sharing Life. The Ecopolitics of Reciprocity, Böll-Stiftung, 2020.
Essbar Sein. Versuch einer biologischen Mystik, 2023.


Seine Webseite: https://biologyofwonder.org/


Seminar in Planung

Leibliches Sein in Verbundenheit erleben

Seminar mit Selbsterfahrungsanteilen
mit Elisabeth Schlageter

Mein Anliegen ist es, Verlebendigung im menschlichen Dasein anzustoßen und Bewusstheit für das allseitige Eingebunden-Sein zu fördern.


Im Seminar lade ich dazu ein, Verbundenheit mit dem Leben zu erfahren und spürbar werden zu lassen. Durch leibliche Erfahrungen gehen wir in Verbindung zu den Elementarkräften der Natur. Wir erkunden die Beziehung zum eigenen Körper, um sich als Leibganzes zu erleben. Schließlich nehmen wir die Seminargruppe wahr als einen Organismus in Zeit und Raum und erleben die Verbindungen untereinander.


Dafür biete ich Experimente und Übungen aus der Leibgestaltarbeit, der Verbindung von Gestalttherapie und der Phänomenologie des Leibes, an. Darin können wir poetische also unmittelbare, magisch wirkende Erfahrungen von Verbundenheit machen, die uns helfen zu erinnern, was unser Potenzial ist – und dieses in die Welt zu tragen.

Elisabeth Schlageter – Kurzvita

Seit über 30 Jahren bewege ich mich auf dem Weg einer holistischen Medizin, des ganzheitlichen Seins als Ärztin, Psychologin, Gestaltpsychotherapeutin, Yoga-Lehrerin.



Ich leitete eine ganzheitliche, hausärztliche Praxis bis 2014, gebe jetzt Einzel- und Gruppentherapien und Supervisionen, war Ausbilderin im AKG (Arbeitskreis Kritische Gestalttherapie), einem DVG-akkreditierten (Deutsche Vereinigung für Gestalttherapie) Institut. Auch die spirituelle Dimension in der Gestalt-Arbeit ist mir ein wichtiges Anliegen, sowie die Kraft des gesellschaftlichen Wandels und der Verlebendigung. Dazu habe ich verschiedene Workshops oder Mini-Lectures auf Kongressen gegeben.


Seit einigen Jahren biete ich eine Zusatzausbildung in Leibgestalt an. Leibgestalt ist die Verbindung von Gestalttherapie und der Phänomenologie des Leibes. Den Leib begreife ich als ganzheitliche Verbindung zwischen Körper, Geist und Seele. Phänomenologie bedeutet hierbei eine achtsame Bewusstheit für das, was sich zeigt, jenseits von Urteil und Deutung. Schließlich nenne ich Gestalt das Bewusstsein für die Ganzheit des Seins.

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